Newsletter

Politische Entwicklungen und Neuigkeiten aus unserem Netzwerk

Mitmachen

Werden Sie Teil der Initiative und unseres Netzwerks.

Positionen

Was uns bewegt und was wir bewegen wollen

Stimmen

Warum ist ökonomische Bildung heute so wichtig?

Initiatoren

Ein Bündnis aus Schule, Wissenschaft und Wirtschaft

Mitmachen

Voneinander lernen. Miteinander gestalten. Unter diesem Motto haben sich Vertreter von nahezu 70 Organisationen aus Schule, Verbänden, Wirtschaft und Wissenschaft zusammengefunden, um das Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland ins Leben zu rufen. Das Bündnis ist als Netzwerk angelegt, in dem alle an der ökonomischen Bildung interessierten Personen und Institutionen willkommen sind.

Veranstaltungen

Am 29. November 2019 fand in Berlin eine Auftaktveranstaltung statt, bei der die gemeinsamen Eckpunkte verabschiedet wurden. Weitere Arbeitstreffen, Informations- und Netzwerkveranstaltungen sind in Planung. Registrieren Sie sich für unseren Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben.

 

Positionen

Grundlage unserer Aktivitäten sind die vier Eckpunkte, die von den ersten 50 Initiatoren des Bündnisses im Dialog mit weiteren Partnern und Experten gemeinsam formuliert und abgestimmt wurden. Unsere wichtigsten Forderungen:

1. Ökonomische Bildung muss für alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland in hinreichendem Umfang und verpflichtend im Schulunterricht verankert werden.
Zur sachgerechten, pädagogisch sinnvollen Behandlung ökonomischer Sachverhalte einschließlich ihrer vielfältigen Bezüge zu anderen gesellschaftswissenschaftlichen Perspektiven bietet ein Pflichtschulfach Wirtschaft den erforderlichen Raum. In Doppelfächern wie Wirtschaft-Politik ist eine hinreichende Verankerung der ökonomischen Bildung sicherzustellen. Dazu gehören eine mindestens gleiche Gewichtung der ökonomischen Inhalte im Vergleich zu anderen Fachgebieten, mindestens 200 Stunden für ökonomische Inhalte in der Sekundarstufe I und eine feste Verankerung im Fächerkanon der gymnasialen Oberstufe (inkl. Berücksichtigung im Zentralabitur).
2. Wirtschaftslehrkräfte müssen fachwissenschaftlich und wirtschaftsdidaktisch qualifiziert sein.

Für alle Lehrkräfte, die das Fach Wirtschaft oder ein entsprechendes Doppelfach unterrichten, ist eine wirtschaftswissenschaftliche und wirtschaftsdidaktische Aus- und Weiterbildung anzubieten. Entsprechende Lehramtsstudiengänge, die von wirtschaftsdidaktischen Professuren verantwortet werden, sind an Universitäten und/oder Fachhochschulen einzurichten. Im Falle von Doppelfächern wie Wirtschaft-Politik sind mindestens die Hälfte der für ein Lehramtsfach zur Verfügung stehenden Kreditpunkte der Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftsdidaktik zuzuordnen. Bestehendes Lehrpersonal in den Schulen ist durch ein systematisches und flächendeckendes Fort- und Weiterbildungsangebot nachzuqualifizieren. Auch für die Ausgestaltung von innovativen Unterrichtsformen unter Einbindung von außerschulischen Lernorten, Praxiskontakten, Wettbewerben u.v.m. ist eine ökonomisch fundierte Lehrkräfteaus- und -weiterbildung eine wesentliche Voraussetzung.

3. Schülerinnen und Schüler sollen Bezüge zur Arbeitswelt erleben können.

In den Schulunterricht ebenso wie in das Lehramtsstudium sollten verpflichtend Praktika und Hospitationen integriert werden, die zum Verständnis ökonomischer Sachverhalte, zur Berufswahlkompetenz und Bewerbungsvorbereitung beitragen und Bezüge zur Arbeitswelt herstellen. Von besonderer Bedeutung sind Praktika, die es ermöglichen, Prozesse und Funktionen in Unternehmen zu erleben und aus unterschiedlichen Perspektiven in den gesamtgesellschaftlichen Kontext einzuordnen. Auch Wettbewerbe, die in Zusammenarbeit mit Unternehmen durchgeführt werden können, bieten Schülern und Schülerinnen ebenso wie den betreuenden Lehrkräften eine Möglichkeit zur praxisorientierten Auseinandersetzung mit wirtschaftlichen Themen.

4. Deutschland braucht eine nationale Strategie für ökonomische Bildung.

Als Beitrag zur Daseinsvorsorge und Chancengerechtigkeit, zur Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse sowie zur Sicherung von Deutschlands Zukunft als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort sind eine qualifizierte ökonomische Allgemeinbildung und deren Verankerung im Schulunterricht dringend erforderlich. Bund und Länder sind aufgerufen, einen gesicherten Zugang zu einem sach- und fachgerechten schulischen Unterrichtsangebot und entsprechender Weiterbildung über das gesamte Leben für alle sicherzustellen. Zur Mitwirkung stehen wir bereit.

Basierend auf den gemeinsam erarbeiteten Eckpunkten bringen wir uns beratend in Konsultationen, Anhörungen und Gesetzgebungsverfahren ein. Einzelne Stellungnahmen des Bündnisses und seiner Initiatoren finden Sie auf den folgenden Seiten.

Über das Bündnis

Das Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland ist ein Netzwerk von über 70 Institutionen, die sich gemeinsam für die Stärkung der ökonomischen Bildung in Deutschland einsetzen. Unser Kernanliegen ist die verbindliche Aufnahme ökonomischer Bildungsinhalte in geeignete Schulfächer aller weiterführenden Schulen für alle Schülerinnen und Schüler in allen Bundesländern.

Stimmen zur ökonomischen Bildung

Ökonomische Bildung ist ein Beitrag zur individuellen Mündigkeit. Ohne ein (auch) ökonomisch fundiertes Verständnis von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik lässt sich die zunehmend komplexer werdende Wirtschafts-, Arbeits- und Lebenswelt nicht bewältigen und die Strukturen und Funktionsweisen der modernen, funktional ausdifferenzierten Gesellschaft können nicht verstanden und reflektiert werden.

Prof. Dr. Dirk Loerwald

Wissenschaftlicher Leiter, Institut für Ökonomische Bildung an der Universität Oldenburg

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat sich das Ziel gesetzt, die ökonomische Bildung an allen weiterführenden Schulen zu stärken, um unseren jungen Menschen noch besser auf eine selbstbestimmte Lebensgestaltung vorzubereiten. Für die noch vor uns liegenden Schritte freue ich mich sehr auf eine konstruktive Begleitung sowie auf anregende Impulse Ihres neuen Bündnisses Ökonomische Bildung.

Yvonne Gebauer MdL

Ministerin für Schule und Bildung, Nordrhein-Westfalen

Gesellschaft und Wirtschaft sind keine Gegensätze, ganz im Gegenteil. Sie brauchen und befruchten einander. Das eine nicht ohne das andere. Umso wichtiger ist die Schule als Ort der Wissensvermittlung. Finanz- und Wirtschaftsbildung müssen einen höheren Stellenwert in Deutschland bekommen. Kurt von Storch

Gründer und Stifter, Flossbach von Storch Stiftung

In den Medien

Das Bündnis möchte in der Öffentlichkeit für die Relevanz der ökonomischen Bildung werben. Deshalb suchen wir den offenen, transparenten Austausch mit den Medien.